{"id":151,"date":"2018-11-21T19:16:01","date_gmt":"2018-11-21T17:16:01","guid":{"rendered":"http:\/\/hinterdemnebel.de\/?p=151"},"modified":"2018-11-21T19:18:40","modified_gmt":"2018-11-21T17:18:40","slug":"kriege-werden-zerstoererischer-bei-gleichem-waffeneinsatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinterdemnebel.de\/index.php\/2018\/11\/21\/kriege-werden-zerstoererischer-bei-gleichem-waffeneinsatz\/","title":{"rendered":"Kriege werden zerst\u00f6rerischer bei gleichem Waffeneinsatz"},"content":{"rendered":"<p>Zerst\u00f6ren war schon immer leichter als Aufbauen.* Wir Menschen bauen immer komplexere Strukturen. Die Bomben, die auf ihren Einsatz warten, m\u00fcssen gar nicht mehr aufger\u00fcstet werden \u2013 ihr Schadenspotenzial w\u00e4chst durch die steigende Komplexit\u00e4t unserer Strukturen automatisch. Je komplexer unsere Geb\u00e4ude und unsere Infrastruktur sind, desto schwieriger sind sie zu ersetzen, sollten sie zerst\u00f6rt werden. F\u00fchren wir uns zun\u00e4chst eine fr\u00fchere Realit\u00e4t von D\u00f6rfern aus Strohh\u00fctten vor Augen. Sollte ein solches Dorf von einem verfeindeten Stamm komplett niedergebrannt worden sein, so lie\u00dfe es sich in einigen Tagen bis Wochen wieder aufbauen (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qEUGOyjewD4\">Grash\u00fctte in sieben Tagen<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vAuO3bHxSpc\">stabilere H\u00fctte 1<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_7985zBEM3o\">stabilere H\u00fctte 2<\/a>). Das Baumaterial w\u00e4re verf\u00fcgbar (zum gro\u00dfen Teil Pflanzen und Erde), die bauliche Komplexit\u00e4t niedrig.<\/p>\n<p>Unser heutiger Lebensstandard, sogar unsere heutigen <em>\u00dcberlebensvoraussetzungen<\/em>, fu\u00dfen auf weitaus komplexeren baulichen Strukturen und logistischen Zusammenh\u00e4ngen. Sollten sie zerst\u00f6rt werden, m\u00fcssten sie schnellstens wieder aufgebaut werden, jedoch m\u00fcsste die Gesellschaft dann in wenigen Jahren leisten, wof\u00fcr sie zuvor Jahrzehnte gebraucht hat. Die Zerst\u00f6rung von Wohngeb\u00e4uden in dicht besiedelten Gebieten wie Tokio oder New York City w\u00fcrde noch die Faktoren Obdachlosigkeit und extremen Wohnraummangel ins Spiel bringen. Ohne Hochh\u00e4user und Wolkenkratzer m\u00fcssten sich die Menschen auf der Ebene verteilen, auf der vielleicht durch nat\u00fcrliche Grenzen (Fl\u00fcsse, Meere, Gebirge) nicht genug Platz ist. Ressourcen gibt es dort weder zum Bau von einfachen Unterk\u00fcnften noch zum Essen genug. Eine Millionenstadt kann nur durch die Belieferung von au\u00dfen \u00fcberleben. Das gilt f\u00fcr Nahrung, Rohstoffe, Baumaterialien, Ger\u00e4te, Ersatzteile, etc.<\/p>\n<p>Bei einer globalen, weitgehenden Zerst\u00f6rung technischer Anlagen und Infrastruktur halte ich es f\u00fcr m\u00f6glich, dass wir den heutigen Technologie-Stand prinzipiell nicht mehr erreichen k\u00f6nnen, denn daf\u00fcr m\u00fcssten wir noch ein Mal durch ein Zeitalter des Erd\u00f6ls und der Kohle, aber die einfach zu erreichenden Vorkommen sind bereits knapp. Von einem entsprechend niedrigen Technologie-Stand aus kann man nicht unmittelbar Solarzellen, Computerchips, Wasserstoffantriebe, Akkus, Flugzeuge, Raketen, Satelliten etc. entwickeln. Alles baut aufeinander auf, und es k\u00f6nnte ein zuk\u00fcnftiger Zeitpunkt erreicht werden, ab dem ein globaler Krieg das Schicksal der Menschheit unwiderruflich und ohne Chance auf Erholung besiegeln k\u00f6nnte. Ein Rolle spielen dabei au\u00dferdem globale Gefahren (Vulkanausbruch, Asteroideneinschlag, Pandemien etc.), die wir ohne Hochtechnologie ggf. nicht vorhersehen, bek\u00e4mpfen oder \u00fcberleben k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><small>* Das Universum hat einen Trieb zur Entropie. Materie zu ordnen erfordert Arbeit.<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zerst\u00f6ren war schon immer leichter als Aufbauen.* Wir Menschen bauen immer komplexere Strukturen. 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